In Berlin geht die Senatorin für Blablablubbs, weil sie Dinge gemacht hat, die ein Rechnungshof als evdident rechtswidrig bezeichnet hat. Was für ein geiles Wort. Und erst eines Rechnungshofes bedurfte es, um das festzustellen? Nachdem mit Mühe und Not ein Untersuchungsausschuss in dieser „Affäre“ eingesetzt werden konnte. Schlimme Zeit.
Aber was fällt der Generalsekrtärin der Berliner CDU und der kulturpolitischen Sprecherin der CDU im Bundestag dazu ein: Sie habe für deren Rücktritt „großen Respekt“. Und der Regierende von Berlin, Wegner (CDU): „Sarah Wedl-Wilson übernimmt politisch und persönlich Verantwortung – dafür gebührt ihr Respekt.“
Wofür? Dass sie Konsequenzen aus Fehlentscheidungen gezogen hat. Dass also ein normaler Vorgang, jedenfalls in diesen niederen Sphären, Respekt evoziert – im Bund kannste eh machen, wozu es einen treibt. Ob Dobrindt, Reiche, Spahn, Merz und Co? Rücktritt ausgeschlossen. Das nötigt mir Respekt ab, für so viel selbsterzeugten Unsinn, den diese aushalten müssen. Wenn die in den Spiegel schauen, was sehen die denn dann.
Was muss man machen? Außer Fördermittel evident rechtswidrig zu verteilen? Vielleicht bei Beförderungserschleichung – „umgangssprachlich als ,Schwarzfahren‘ bezeichnet, die liegt vor, wenn jemand ein öffentliches Verkehrsmittel absichtlich unberechtigt benutzt und sich dabei allgemein täuschend mit dem Anschein umgibt, er erfülle die nach den Beförderungsbedingungen des Betreibers erforderlichen Voraussetzungen. Dies ist in vielen Ländern eine Straftat.“
Vielleicht dann?
Aber „Respekt“ – sogar großer? Das verstehen nicht mal die Hunde hier im Haus. Leerer Blick … Verzweiflung. Wenn es zu einer besonderen, respektierten Leistung wird, was ein normales Verhalten in Politik, privater Umgebung oder sonstwo wird, sind wir angekommen in einer Art Infantilisierung der Moral.
