Meine Welt ist ja klein. Aber manchmal rückt man raus in die Welt um einen herum. Wie auf der Fahrt von Zingst zurück nach Kleinmachnow. Die erste Wahrnehmung: Bei Fuhlendorf und Umgebung stehen die Kraniche auf den Feldern: Abgestoppelte Maisfelder. Später bei Linum? Nichts, keine Kraniche. Meine Vermutung, sie meideten die Gegend, die vor einem Jahr durch Vogelgrippe-Erkrankungen sich besonders hervorgetan hat.
Kürbisse der Bürokratie
Dann den Kürbishof besucht, an einem Donnerstag und damit ganz alleine mit den Betreibern, die sehr viel Gesprächsbedarf hatten – so wie wir: Hörbedarf. Aber bei allem: Was für ein Aufwand bei der Kontrolle der Betriebe mit Satellitenüberwachung, mit lauter bürokratischen Hürden und Auflagen. Es wirkt auf mich – als Unbeteiligtem – jedenfalls absolut schikanös.
Auch eine Form von einer von rechtsaußen beschworenen Neutralität der Banalität der Bürokratie.
Banalität des Bürokratie
Termine, Maße, Trennmittel … Und dazu ein Aufstöhnen: Aber chemisch gibt es keine Kontrollen. Ob man nun Gift einsetzte oder nicht, es interessiert nicht, aber wehe, es werden Zentimeter von Feldern „falsch“ bewirtschaftet. Jetzt müsse er nachweisen, dass auf einem Feld tatsächlich Sonnenblumen stünden – mit einer App, die nicht so funktioniert, wie sie sollte. Je länger die Gespräche andauerten, desto mehr leckere Sachen habe ich dazu gepackt. Belabern als Geschäftsmodell.
Da kommt einem der – natürlich – schlechte Begriff des „kafkaesken“ in den Sinn. Aber weg damit. Kürbisse eingesackt, seltsame Gurken, gelbe und andere Bete … und und und.
Müssen wir wieder hin. Außerdem sind die Dinge dort schwer lecker. Draußen ist aufregend.
